Gute Wohnviertel sind durchmischt

Kommunalpolitik

Gute Wohnviertel sind durchmischt

Um deutsche Großstädte für ihre Bewohner attraktiver zu machen, sollte es eine stärkere Durchmischung der einzelnen Nutzungsarten geben. Zu diesem Ergebnis kommen die Immobilienweisen im Herbstpapier des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA). Dabei solle es auch keine strikten Quoten für Wohnen, Handel und Gewerbe geben. Bisherige Einordnungen in reine Wohnquartiere oder Mischgebiete mit eingeschränkter Verwendung seien nicht mehr zeitgemäß. Schon heute zeichnen sich besonders beliebte Stadtviertel durch die Nutzungsmischung aus.

Zudem solle in Städten mit wenig Platz die Bebauung dichter erfolgen, was in der Regel bedeutet, dass auch höher gebaut werden müsse. Dies sei heute bei gleicher Qualität technisch machbar. Insgesamt könnten so attraktive Stadtviertel geschaffen werden, die den Bedürfnissen der Bewohner entsprechen und von diesen auch nachgefragt werden.

Zur Umsetzung dieser Forderungen müssten aber eine Reihe von gesetzlichen Regelungen geändert bzw. gelockert werden. Hohe Baustandards, Obergrenzen bei Grund- und Geschossflächenzahlen und Lärmrichtlinien stellen gravierende Hürden bei der Entwicklung von attraktiven und lebendigen Städten dar. Auch der stationäre Einzelhandel sollte nicht überreglementiert werden, wenn zukunftsweisende Quartiere, Straßen und Gebäude geplant werden. Es sollen schließlich Quartiere entstehen, in den die Bewohner die wichtigsten Versorgungseinrichtungen zu Fuß erreichen können.

Themen:
Kommunal- und Politikberatung