Neue Phase für Centermanager

Einzelhandel

Neue Phase für Centermanager

Ralf-Peter Koschny schreibt in der aktuellen Sonderausgabe von polis über die neue Phase des Centermanagements. Denn neue Shoppingcenter werden kaum mehr entwickelt – folglich sind mehr denn je qualifizierte Centermanager gefragt, die eng mit den Mietern zusammenarbeiten und Kundenwünsche antizipieren.

Die Branche ist im Umbruch. In letzten Jahren entwickelten sich die Zuwachsraten von Shoppingcentern stark rückläufig, die Sättigungsgrenze scheint näher zu rücken. Daher heißt das Gebot der Stunde Bestandspflege. Viele Unternehmen haben sich längst umstrukturiert und ihre Entwicklungs- und Vermietungsabteilungen verkleinert. Nun sind Centermanager gefragt, die umfangreiche Marktforschung betreiben, Social-Media-Kanäle pflegen und enge Partner ihrer Mieter sind. 

Diese neue Phase bezeichnet Koschny als „center- und assetmanagement-getriebene Phase“ – im Unterschied zur bisherigen, vom Development gekennzeichneten Phase. Die Assetmanager als Vertreter der Eigentümer können sich nicht mehr zurücklehnen. Sie werden sich zunehmend kooperativ mit dem Centermanagement um das Wohl der Mieter und Kunden kümmern und sich mit dem  Handwerkszeug der Centermanager auseinandersetzen müssen. Denn der Wettbewerbsdruck zwischen den einzelnen Centern und Städten hat sich erhöht.

Vorstandssprecher Ralf-Peter Koschny, bei bulwiengesa zugleich verantwortlich für das Fachgebiet Einzelhandel, plädiert in seinem Artikel für eine Rückbesinnung auf bereits bestehende, etablierte Einkaufszentren. Center- und Assetmanager hätten Instrumente (z.B. Marktforschung, digitale Dienste, Zufriedenheitsanalysen, Kundendienstleistungen) anzuwenden, die schon fast in Vergessenheit geraten seien, aber kennzeichnend sind für die derzeitige Center- und Assetmanagement-getriebene Phase. Auch wenn sich das Gros der Shoppingcenter und Fachmarktzentren, deren Situation ähnlich ist, noch im Anfangsstadium dieser Phase befindet.

Das Fazit des Beitrags: Letztlich mietet der Einzelhändler keine Fläche, sondern eine Umsatzerwartung. Daher wird die künftige wirtschaftliche Entwicklung der Shopping- und Fachmarktcenter von den Fähigkeiten des Center- und Assetmanagements abhängen, das Center auf die Kundenbedürfnisse abzustimmen und als Marke im lokalen Markt zu etablieren.

Das Heft mit dem gesamten Beitrag kann hier bestellt werden.

Themen:
Laufende Marktbeobachtung