Kaufrausch bei Berliner Eigentumswohnungen in „Die Welt“

Immobilieninvestment

Kaufrausch bei Berliner Eigentumswohnungen in „Die Welt“

Die Investitionsbank Berlin (IBB) veröffentlichte Anfang Oktober 2014 mit dem jährlich erscheinenden Wohnungsmarktbarometer eine Studie, die die derzeit größten Angebotsdefizite in den Berliner Bezirken Friedrichshain-Kreuzberg und Lichtenberg sieht. Die Käufer suchen derzeit vor allem Eigentumswohnungen im unteren (weniger als 200.000 Euro) und mittleren Preissegment (200.000 bis 300.000 Euro). Lediglich in Marzahn-Hellersdorf und Treptow-Köpenick übersteigt das Angebot noch die Nachfrage.

Für das aktuelle Wohnungsmarktbarometer haben die Analysten bei der IBB mehr als 200 Fragebögen ausgewertet, die sie zuvor an Vertreter von Wohnungsbauunternehmen, Hausverwaltungen, Maklerbüros, Baufinanzierer sowie Projektentwicklern und Mietervereinen zugeschickt hatten. Angesichts des eindeutigen Votums der Befragten, dass die Nachfrage nach Eigentumswohnungen in zehn von zwölf Bezirken das Angebot übersteigt, ist es auch nicht verwunderlich, dass die Marktbedingungen für den Neubau von Eigentumswohnungen mit "sehr gut" in Charlottenburg-Wilmersdorf, Friedrichshain-Kreuzberg und Mitte, beziehungsweise mit "gut" in Lichtenberg, Pankow, Reinickendorf, Spandau und Treptow-Köpenick beurteilt werden. Lediglich Marzahn-Hellersdorf fällt in der Beurteilung deutlich ab.

Nach Auffassung von bulwiengesa ist der Erwerb von Wohneigentum in der Hauptstadtregion trotz der durchschnittlichen Preissteigerung von elf Prozent immer noch relativ günstig. So müssten Käufer in Potsdam 6,5 und in Berlin 7,8 Jahres-Durchschnittsgehälter ausgeben. In München (11,7) und Frankfurt/Main (8,7) liegen die Werte deutlich höher. Hamburg (7,9) liegt dagegen nahezu auf Berliner Niveau.

Ansprechpartner: André Adami, adami [at] bulwiengesa.de, Telefon 030 - 2787 6825
 
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