Wohneigentum immer unerschwinglicher

Immobilieninvestment

Wohneigentum immer unerschwinglicher

Eigentumswohnungen in den größten deutschen Städten werden nach einem Bericht des Handelsblattes immer unerschwinglicher. Die Preise von Wohneigentum in den sieben A-Städten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart steigen schneller als die Einkommen. Am stärksten trifft dies auf München zu, hier sind die Preise innerhalb von fünf Jahren um die Hälfte gestiegen. Für eine 80-qm-Wohnung muss im Schnitt das 7,6-Fache des Jahresnettoeinkommens bezahlt werden. In den A-Städten zusammen sind die Preise im gleichen Zeitraum durchschnittlich um etwa ein Drittel gestiegen.

bulwiengesa hat hierzu eigene Daten, die diese zugespitzte Aussage relativieren. Ohne einen Blick auf demografische Veränderungen oder den Arbeitsmarkt können solche Pauschalaussagen auch falsch verstanden werden.

In einigen deutschen Großstädten war 2014 eine Stagnation von Preisen für Eigentumswohnungen (etwa Düsseldorf) und auch Mieten (etwa Hamburg) zu beobachten. Trotz der geringeren Preissteigerungen 2014 wird aber nach Einschätzung des bulwiengesa-Vorstandes Andreas Schulten der Preisauftrieb nach den Wahlen in Griechenland und der Entscheidung der EZB, europäische Staatsanleihen in großem Umfang aufzukaufen, wieder zunehmen. Eine mögliche Blase am Immobilienmarkt ist also nicht nur eine Sache der Erschwinglichkeit, sondern auch eine Frage der Balance aus Zinsumfeld und Anlageoptionen. Auch im Januar 2015 attestiert bulwiengesa den Wohnungsmärkten in deutschen Metropolen eine Position am Gipfel des Markt- und Preiszyklus, aber ein aufgeblasener Markt ist dennoch angesichts der parallel verlaufenden realökonomischen Entwicklung noch nicht zu erkennen. Diese Sichtweise wird auch von der Deutschen Bundesbank geteilt.

Ansprechpartner: Jan Finke, finke [at] bulwiengesa.de, Telefon 089 - 2323 7643
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