Marktattraktivität deutscher Städte für Hotelbetriebe – Wer hat die Nase vorn?

Marktattraktivität deutscher Städte für Hotelbetriebe – Wer hat die Nase vorn?

Der Tourismus in Deutschland wächst unverändert stark. Dies treibt den Bau neuer Hotels voran und lockt Investoren an. Auch 2015 zeichnen sich sowohl bei den Übernachtungszahlen als auch beim Projektentwicklungs- und beim Transaktionsvolumen in Deutschland neue Rekordwerte ab. Da stellt sich die Frage, wie attraktiv die deutschen großen A-Städte für Hotelbau-/Investitionsvorhaben tatsächlich sind und welche B- und C-Standorte gute Bedingungen für Hotelbetriebe aufweisen.

Die bulwiengesa AG hat deshalb die Marktattraktivität deutscher Städte für Hotelbetriebe untersucht (bg-Hotelmarkt-Ranking). Dabei wurden verschiedene Parameter der vergangenen fünf Jahre von über 3.000 Städten und Gemeinden ausgewertet, gescort und nach Städten gefiltert, die mindestens 200.000 Gästeübernachtungen pro Jahr aufweisen. So finden sich neben den sieben deutschen A-Städten diverse B- und C-Städte, die attraktiv für Hotelansiedlungen sind.

Die Spitze des Rankings teilen sich die Städte Hamburg und Berlin, die beide in den letzten Jahren hohe touristische Zuwächse generierten und damit eine kontinuierliche Verbesserung der Bettenauslastung erreichten. Die Attraktivität beider Städte spiegelt sich auch im Hotelprojektentwicklungsvolumen wider, das – wie die im Mai erschienene Projektentwicklerstudie der bulwiengesa zeigt – auch 2015 auf einem hohen Level liegt.

Platz 2 im bg-Hotelmarkt-Ranking belegen die Metropolen München, Frankfurt a. M. und Düsseldorf, die ebenfalls hohe Übernachtungsvolumina erzielen (München sogar mehr als Hamburg), die aber vor allem mit ihrer Wirtschaftskraft punkten und damit viele Geschäftstouristen anlocken.

Noch vor Städten wie Köln und Dresden folgen auf Platz 3 die Städte Leipzig, Bamberg, Rostock und Hannover. Attraktive Marktbedingungen für die Hotellerie wurden auch bei weiteren 21 Städten nachgewiesen, die die Gruppe der viertplatzierten bilden. Dazu zählen sowohl die Großstädte Stuttgart, Köln, Dresden und Nürnberg als auch die Universitätsstädte Mannheim, Münster und Heidelberg sowie die Wirtschaftsstandorte Wolfsburg und Erlangen.

Das Ranking macht deutlich, dass es sich lohnt, auch außerhalb der Metropolen nach Hotelstandorten im Bestand oder für den Bau neuer Projekte Ausschau zu halten.

Themen:
Marktstudien