Wie können Bildungsimmobilien nicht nur Lernorte, sondern auch Orte der Begegnung sein? Das Projekt Silverkällan im Göteborger Stadtteil Sandarna zeigt einen besonderen Ansatz: In einem gemeinsamen Gebäude befinden sich eine Grundschule für 400 Schülerinnen und Schüler sowie ein Pflegeheim mit 100 Plätzen. Unser Initiativ-Mitglied Hemsö stellt dies vor:
Die Schule nutzt die unteren Etagen, während das Pflegeheim in den oberen Geschossen untergebracht ist. Eine Sporthalle, eine Großküche und weitere Bereiche können gemeinsam genutzt werden. Entscheidend ist jedoch nicht allein die effiziente Flächennutzung: Das Gebäude schafft bewusst Möglichkeiten für Begegnungen zwischen Jung und Alt.
Seit der Eröffnung unterstützt Hemsö regelmäßige gemeinsame Aktivitäten. Einmal pro Woche kommen Bewohnerinnen und Bewohner sowie Schülerinnen und Schüler beispielsweise zu einem Quiz, zum Bingo oder zu einem gemeinsamen Mittagessen zusammen. Die Angebote werden von beiden Generationen sehr geschätzt.
So entsteht aus räumlicher Nähe ein sozialer Mehrwert: Ältere Menschen bleiben mit dem Leben und der Bewegung im Quartier verbunden, während Kinder einen selbstverständlichen Kontakt zur älteren Generation entwickeln.
Silverkällan macht deutlich, welches Potenzial in gemischt genutzten Sozial- und Bildungsimmobilien steckt – wenn Architektur, Betrieb und soziale Angebote von Anfang an zusammengedacht werden.
Was können wir aus solchen generationenübergreifenden Konzepten für Bildungsimmobilien in Deutschland lernen?















