Rekordfertigstellungen bei Unternehmensimmobilien

Projektentwickler haben auf den seit längerem akuten Flächenmangel reagiert: Bereits nach dem ersten Halbjahr 2020 zeichnet sich für das Gesamtjahr ein neuer Rekord mit rund 2,2 Mio. qm fertiggestellten Flächen von Unternehmensimmobilien ab. 2019 wurden 1,3 Mio. qm fertiggestellt, das wäre eine Steigerung um 66 %. Zugleich war auch das Transaktionsvolumen mit mehr als 1,2 Mrd. Euro im ersten Halbjahr ausgesprochen hoch – und das, obwohl sich internationale Akteure auffallend zurückhielten. Mit Abstand am begehrtesten waren erneut Gewerbeparks. Das sind die wichtigsten Ergebnisse des aktuellen Marktberichts der Initiative Unternehmensimmobilien.

Light Industrial Markt gewinnt 2025 an Stabilität

Der Markt für Light Industrial-Immobilien in Deutschland zeigte sich 2025 insgesamt robuster als im Vorjahr. Zwar verlor der Investmentmarkt nach einem dynamischen Jahresauftakt in der zweiten Jahreshälfte wieder etwas an Tempo, auf Gesamtjahressicht stieg das Transaktionsvolumen jedoch deutlich um 35,4 Prozent auf rund 1,61 Mrd. Euro. Auch die Flächennachfrage entwickelte sich im zweiten Halbjahr positiv: Mit rund 1,29 Mio. qm lag der Umsatz über dem Niveau des ersten Halbjahres von 1,16 Mio. qm. Insgesamt blieb der Flächenumsatz jedoch unter dem Wert von 2024, der von einem außergewöhnlich starken ersten Halbjahr geprägt war. Dies sind zentrale Ergebnisse des aktuellen Marktberichts der INITIATIVE LIGHT INDUSTRIAL.

Erneute Belebung am Investmentmarkt für Light Industrial Immobilien

Der Investmentmarkt für Light Industrial Immobilien zeigt im ersten Halbjahr 2025 eine klare Erholung. Das Transaktionsvolumen erreichte 829,8 Millionen Euro und liegt damit 13 Prozent über dem Vorjahreshalbjahr sowie 81 Prozent über dem zweiten Halbjahr 2024. Bereits im ersten Halbjahr wurden knapp 70 Prozent des Transaktionsvolumens des Gesamtjahres 2024 erreicht. Auch die Flächennachfrage entwickelte sich mit einem Plus von 21 Prozent gegenüber dem Vorhalbjahr positiv. Das sind zentrale Ergebnisse des aktuellen Marktberichtes der INITIATIVE LIGHT INDUSTRIAL.

Weiterhin sehr robuster Flächenumsatz

Der Investmentmarkt verzeichnete auch im zweiten Halbjahr 2024 keinen signifikanten Aufschwung. Im Vergleich zu den bereits verhaltenen Transaktionen im ersten Halbjahr sank das Volumen erneut um 38 % auf rund 457,7 Millionen Euro. Damit erreichte das Gesamtjahresvolumen mit rund 1,19 Milliarden Euro einen der niedrigsten Werte der vergangenen Jahre. Der Flächenumsatz von Unternehmensimmobilien verzeichnete im zweiten Halbjahr 2024 einen deutlichen Rückgang im Vergleich zum vorhergehenden Halbjahr. Mit einem Volumen von etwa 958.500 qm reduzierte sich der Flächenumsatz um rund 45 %. Trotz dieses Rückgangs fällt das Ergebnis für das Gesamtjahr 2024 mit einem Flächenumsatz von rund 2,7 Millionen qm insgesamt positiv aus und bleibt stabil.

Flächenumsatz mit gutem Ergebnis im ersten Halbjahr

Im ersten Halbjahr 2024 setzte sich die verhaltene Investitionstätigkeit des Vorjahres fort. Auch nachdem die Leitzinsen im ersten Halbjahr erstmals wieder leicht gesenkt wurden, befinden sich Käufer und Verkäufer weiterhin in der Findungsphase, wenngleich die Preisanpassungen im laufenden Jahr moderater ausfielen. Die lahmende Konjunktur in Deutschland, von der auch die Industrie stark betroffen ist, führt ebenfalls zur Zurückhaltung der Investoren. Mit einem Flächenumsatz von 1,74 Mio. qm im ersten Halbjahr sind die Unternehmensimmobilien stark in das Jahr 2024 gestartet. Die Mietpreise der Unternehmensimmobilien stabilisierte sich nach den Anstiegen der letzten Jahre etwa auf dem Niveau des Vorjahres.

Life Science im Kosmos der Unternehmensimmobilien

Life Science ist ein starker Wachstumsmarkt, von dem auch eine hohe Flächennachfrage zu erwarten ist. Es zeichnet sich ab, dass diese Nachfrage nicht in ausreichendem Maße gedeckt werden kann. Der Markt ist in Teilen noch sehr eigennutzergetrieben. Aufgrund der Spezifika von Life Science Flächen sind Projektentwickler noch zögerlich, wenn es um diese Assetklasse geht. Hier können Unternehmensimmobilien, die sich bereits durch eine Flexibilität der Nutzungsarten auszeichnen helfen, diesen Nachfrageüberhang auszugleichen.

Flächenmarkt zeigt weiterhin positive Tendenzen

Auch in der zweiten Jahreshälfte 2023 konnte kein Umschwung auf dem Investmentmarkt beobachtet werden. Die veränderten politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich unter anderem in einem kontinuierlichen Anstieg der Zinsen niedergeschlagen, was das Transaktionsgeschehen weiterhin stark beeinflusst hat. Im zweiten Halbjahr 2023 lag der Flächenumsatz mit 1,32 Mio. qm weiterhin auf einem hohen Niveau. Das Gesamtjahr verzeichnete die höchste Umsatzleistung seit 2019, was größtenteils auf ein starkes Ergebnis bei den eigengenutzten Produktionsimmobilien zurückzuführen ist. Die kontinuierlich steigenden Mietpreise unterstreichen die anhaltende Nachfrage nach Flächen im Bereich der Unternehmensimmobilien.

Verhaltener Start in das neue Jahr

Im ersten Halbjahr 2023 konnte noch kein Umschwung auf dem Investmentmarkt beobachtet werden. Weitere Zinsschritte der Zentralbank haben die Verunsicherung unter den Akteuren nicht aufgelöst. Die Preisfindung im Segment der Unternehmensimmobilien wurde im vergangenen Halbjahr noch nicht komplett abgeschlossen, jedoch verdichten sich die Anzeichen, dass eine Bodenbildung der Kaufpreise nicht mehr in allzu weiter Ferne liegt. Der Flächenumsatz konnte im ersten Halbjahr 2023 erneut leicht zulegen. Diese Entwicklung ist auf ein weiteres starkes Ergebnis bei den Produktionsimmobilien zurückzuführen und damit auch zu großen Teilen durch Eigennutzungen begründet.

Anhaltend hoher Flächenbedarf

Trotz anhaltender Unsicherheiten und konjunktureller Eintrübungen ist der Flächenbedarf der Nutzer von Unternehmensimmobilien ungebrochen hoch. Im zweiten Halbjahr 2022 konnte dementsprechend ein steigender Flächenumsatz in Unternehmensimmobilien verzeichnet werden. Mit der Zinswende haben sich zusehends Renditeanstiege und Kaufpreisabschläge auf dem Investmentmarkt Einzug erhalten. Als Folge dieser Entwicklung wurde seitens der Investoren eine Neubewertung des Marktumfelds notwendig und ein abwartendes und zurückhaltendes Agieren hat sich verstetigt.

Eine Chance für die gesamte Assetklasse

In der aktuellen Diskussion rund um ESG wird häufig der Neubau von Immobilien dargestellt, wenn von einer nachhaltigeren Gestaltung des Gebäudesektors gesprochen wird. Wenn von Unternehmensimmobilien im Speziellen gesprochen wird, muss den Bestandsobjekten, welche die Assetklasse prägen und häufig über gute urbane und verkehrliche Lagequalitäten verfügen, jedoch ein besonderes Augenmerk geschenkt werden. Der gesamte Themenkomplex ESG und Immobilienwirtschaft befindet sich inmitten eines Prozesses, welcher auch zukünftig in vielerlei Hinsicht weiter in Bewegung sein wird. Die Anforderungen an Datenmanagement und -auswertung, an die Transparenz im Immobilienmarkt und der Bedarf an Informationen und Gesprächen zur Klärung offener Fragen nehmen so weiter zu. Die Mitglieder der Initiative Unternehmensimmobilien zeigen, welche Möglichkeiten vorhanden sind, um das Potenzial zur Steigerung der Nachhaltigkeit der Unternehmensimmobilien zu nutzen.