Noch sind Unternehmensimmobilien krisenresilient

Die globalen Entwicklungen seit dem Frühjahr diesen Jahres haben dafür gesorgt, dass sich auf dem Investmentmarkt eine starke Zurückhaltung breit gemacht hat. Als Folge kamen die Transaktionsaktivitäten in vielen Assetklassen nahezu vollständig zum Stillstand. Das Segment der Unternehmensimmobilien stellt eine Ausnahme dar. Statt einem Einbruch des Investmentvolumens konnte im Vergleich zum letzten Halbjahr ein leichter Anstieg des Gesamtvolumens festgestellt werden. Im Vergleich zum vorangegangenen Halbjahr stieg das Transaktionsvolumen sogar leicht um 6,9 % an und belief sich auf rund 1,64 Milliarden Euro.
Investmentmarkt für Unternehmensimmobilien im Wandel

Das Gesamtjahr 2021 konnte einen Rekordwert von 4,3 Mrd. Euro des Transaktionsvolumens verbuchen. Getragen wurde dieses Ergebnis vor allem von dem starken ersten Halbjahr. Den größten Anteil unter den gehandelten Objekten am Markt nahmen Produktionsimmobilien in der zweiten Jahreshälfte 2021 ein. Zudem standen Lagerimmobilien zunehmend in der Gunst der Investoren. Die Assetklasse der Unternehmensimmobilien wurde aufgrund ihrer Krisenresilienz während der Corona-Pandemie und dem damit einhergehenden Bedeutungszuwachs für einen erweiterten Investorenkreis immer interessanter. Als Folge der gestiegenen Kaufpreise machte sich bei allen Objektkategorien der Unternehmensimmobilien im zurückliegenden Jahr eine Tendenz der fallenden Renditen bemerkbar.
Investmentmarkt für Unternehmensimmobilien befindet sich im Aufwärtstrend

ie Zurückhaltung der Akteure aufgrund der Corona-Pandemie scheint nun vollends gewichen zu sein. Deutschlands Wirtschaft wächst wieder und insbesondere Unternehmensimmobilien bieten mit ihrer Flächenvielfalt eine gute Voraussetzung für Nutzungen aus den unterschiedlichsten Branchen. Auf dem Investmentmarkt für Unternehmensimmobilien machte sich infolgedessen auch ein klarer Aufwärtstrend bemerkbar und mit rund 2,9 Mrd. Euro konnte eine neue Rekord-marke des Investmentvolumens verzeichnet werden. Zu diesem herausragenden Ergebnis hat insbesondere die Transaktion einer Transformationsimmobilie in München beigetragen. Betrach-tet man den Vermietungsmarkt so sind Gewerbeparks im ersten Halbjahr die gefragteste Ob-jektkategorie unter den Unternehmensimmobilien mit 116.000 qm umgesetzter Fläche gewesen.
Unternehmensimmobilien: Renditen auch in der Krise stabil

Die Corona-Krise hat sich deutlich auf den Vermietungs- und Investmentmarkt für Unternehmensimmobilien ausgewirkt. Die Ergebnisse des ersten Halbjahres 2020 ließen zunächst ein gestiegenes Investmentvolumen für das Gesamtjahr 2020 erwarten. Mit einem Volumen von knapp 900 Mio. Euro fiel das Ergebnis im zweiten Halbjahr jedoch erheblich schwächer aus als im vorangegangen Halbjahr mit 1.244 Mio. Euro – Investoren agierten zunehmend abwartend.
Light industrial market gains stability in 2025
The market for light industrial property in Germany proved to be more robust overall in 2025 than in the previous year. Although the investment market lost some momentum in the second half of the year following a dynamic start, the total transaction volume for the year as a whole rose significantly by 35.4 per cent to around 1.61 billion euros. Demand for space also developed positively in the second half of the year: at around 1.29 million sqm, take-up exceeded the first half’s figure of 1.16 million sqm. Overall, however, take-up remained below the 2024 figure, which had been characterised by an exceptionally strong first half. These are the key findings of the latest market report from INITIATIVE LIGHT INDUSTRIAL.
Spotlight Gewerbeparks

Noch vor wenigen Jahren liefen sie unter dem Radar, doch inzwischen sind Gewerbeparks eine stark nachgefragte Immobilienklasse. Investoren kaufen kräftig ein, mit knapp 1,2 Mrd. Euro Transaktionsumsatz stellten Gewerbeparks 2019 knapp 40 % des gesamten Investmentvolumens 2019 an Unternehmensimmobilien dar. Und Projektentwickler erstellen in hohem Umfang neue Flächen: Wurden 2015 gerade einmal 90.000 qm Fläche fertiggestellt, waren es fünf Jahre später schon 210.000 qm. Das „Spotlight Gewerbeparks“ der Initiative Unternehmensimmobilien analysiert erstmals diese Objektkategorie und veranschaulicht Details und Hintergründe für ein breites Publikum.
2019 setzt neue Maßstäbe bei Investmentvolumen

Noch vor einem Jahr war die Stimmung auf dem Transaktionsmarkt für Unternehmensimmobilien ungewöhnlich verhalten. Das Transaktionsvolumen im ersten Halbjahr 2019 war das niedrigste seit 2015. Angesichts der globalen Unsicherheiten schien eine Stagnation des Investmentgeschäfts in diesem Marktsegment durchaus im Bereich des Möglichen – auch wenn das generelle Investoreninteresse an Unternehmensimmobilien nach wie vor hoch war.
Hohe Objektnachfrage und Flächenbedarf treffen auf immer weniger Angebot

Der deutsche Immobilieninvestmentmarkt ist in einer langanhaltenden Hochphase – beflügelt durch die andauernde Null-Zins-Politik der EZB und eine hohe Liquidität. Ein klarer Wendepunkt lässt sich bislang nicht erkennen. Zwar sind erste Zeichen einer Stimmungseintrübung erkennbar: Einzelne Marktbarometer wie das Deutsche Hypo Immobilienklima und der Deutsche Hypo Real Estate Economy Index (REECOX) deuten schon seit Längerem an, dass „der Zenit überschritten“ sein könnte. Doch scheint der Investmenthunger vieler Investoren auf deutsche Immobilien längst noch nicht gestillt zu sein. Dies zeigen zumindest die laufenden Transaktionsmeldungen an. Die Renditen fallen weiterhin und das Investmentvolumen befindet sich in den meisten Assetklassen auf Rekordkurs.
Entschleunigung des Marktes

In den vergangenen Jahren kannte die Berichterstattung der Initiative Unternehmensimmobilien nahezu nur eine Richtung: steil nach oben oder in Bezug zur Renditeentwicklung steil nach unten. Doch bereits Ende 2017 deutete sich an, dass die Marktentwicklung gebremst wurde – das Transaktionsvolumen ging zurück. Das Problem war: Die größten Portfolios waren gedreht und die Möglichkeit größere Investitionsvolumen schnell zu platzieren deutlich schwieriger geworden. Die Marktakteure konzentrierten sich in der Folge eher auf Einzeltransaktionen.
Investmentumsatz lag unterhalb des vorherigen Halbjahres

Die Entwicklungen des ersten Halbjahrs 2018 knüpfen direkt an das Jahresende 2017 an: Die Nachfrage nach Unternehmensimmobilien ist weiterhin hoch. Mit knapp 800 Mio. Euro Investmentumsatz lag das Ergebnis dennoch knapp 17 % niedriger als im vorhergehenden Halbjahr bzw. rund 32 % niedriger als im langjährigen Schnitt der vorherigen Halbjahre.










