Micro-Living im Wandel: Neue Erkenntnisse aus dem 12. Marktbericht


Wohnen
08.12.2025 Autor/en: Lena Schwesinger

Konstante Nachfrage trifft auf steigende Kosten – der aktuelle Marktbericht der Initiative Micro-Living zeigt ein Segment im Spannungsfeld zwischen Stabilität und neuen Herausforderungen.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Mit einer Auslastungsquote von 95% beweist das Micro-Living-Segment auch im Herbst 2025 seine Marktrelevanz. Die 128 ausgewerteten Apartmenthäuser mit rund 28.300 Einheiten verzeichnen eine stabil hohe Nachfrage – besonders in den deutschen A-Städten, die knapp 70% des Portfolios ausmachen.

Moderate Mietsteigerungen bei steigenden Betriebskosten

Die durchschnittliche All-In-Miete liegt aktuell bei 605 Euro monatlich – ein Plus von 3,6% gegenüber dem Vorjahr. „Das Micro-Living-Segment zeigt sich trotz gestiegener Kosten und regulatorischer Unsicherheit robust", ordnet André Adami, Head of Residential bei bulwiengesa, die Entwicklung ein.

Ein zentrales Thema der aktuellen Ausgabe sind die Bewirtschaftungskosten. „Die Betriebskosten sind seit Frühjahr 2020 kontinuierlich gestiegen und haben mit 7,76 Euro pro Quadratmeter einen neuen Höchststand erreicht", erläutert Lena Schwesinger, Consultant bei bulwiengesa im Bereich Wohnen. 90% der Betreiber planen eine vollständige Umlegung auf die Mieterschaft.

Unterschiedliche Herausforderungen bei der Vermietung

Die Vermarktung zeigt sich differenziert: Während die Vermietung an inländische und EU-Studierende effizient läuft, erfordert die Akquisition internationaler Studierender deutlich mehr Aufwand. Besonders herausfordernd ist die Vermietung im oberen Preissegment – 75% der Befragten bezeichnen diese als mindestens problematisch.

Die geplante Gesetzesinitiative zur Regulierung möblierter Wohnraumvermietung beschäftigt die Branche: Rund 80% der befragten Experten rechnen mit überwiegend negativen Auswirkungen auf ihr Geschäftsmodell.

Micro-Living-Fachtagung: Reger Austausch in Berlin

Am 4. Dezember fand unsere Micro-Living-Fachtagung im ImmoScout24-Büro in Berlin statt. Die Veranstaltung stieß auf große Resonanz: Neben der Präsentation der aktuellen Marktdaten boten Fachvorträge zur Bewirtschaftung, zum Transaktionsmarkt, zum modularen Bauen sowie zu mietrechtlichen Aspekten fundierte Einblicke.

Besonders die anschließenden Diskussionsrunden wurden intensiv genutzt: Die Teilnehmer tauschten sich aktiv über Herausforderungen bei der Vermietung, Strategien im Umgang mit steigenden Betriebskosten und die Auswirkungen der geplanten Regulierung aus.

Weitere Informationen

Alle wichtigsten Ergebnisse des 12. Marktberichts finden Sie in der beigefügten Pressemitteilung.

Den vollständigen Marktbericht können Sie hier herunterladen: https://initiative.bulwiengesa.de/micro-living/

Über die Initiative Micro-Living

Die Initiative Micro-Living (IML) vereint 14 führende Unternehmen des wohnwirtschaftlichen Apartmentwohnens in Deutschland. Gemeinsam schaffen wir Markttransparenz durch halbjährliche Marktreports. bulwiengesa verantwortet als unabhängige Instanz das Reporting und die Öffentlichkeitsarbeit.

Ansprechpartnerin: 

Lena Schwesinger, Consultant im Segment Wohnen, lena.schwesinger@bulwiengesa.de

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