Es geht aufwärts – im Schneckentempo

Im diesjährigen Frühjahrsgutachten der Immobilienweisen analysieren wir erneut Wirtschafts-, Büro- und Logistikimmobilien, Corporate Real Estate sowie Hotelimmobilien. Unsere Analysen und daraus abgeleiteten Empfehlungen stützen den vorsichtigen Aufwärtstrend der Branche. Das Deutsche Hypo Immobilienklima zeigt ein positives Bild: in fast allen Segmenten gibt es einen Aufwärtstrend. Das Wohnklima befindet sich nahe dem Allzeithoch, Büro hält auch in dieser Betrachtung die Laterne – trotz steigendem Index. Leichter Optimismus macht sich breit: „Das Investoreninteresse hat sich zunehmend auf Logistik- und Wohnimmobilien verlagert, die als krisenfestere und ertragsstabilere Anlageklassen wahrgenommen werden.“ stellt Sven Carstensen fest.  Der Büromarkt hat in den letzten Jahren viele tiefgreifende Transformationen erlebt. Die Aussichten bleiben trübe: „Die Umsätze im Bürosegment verblieben auf einem stabilen, jedoch niedrigen Niveau.“ Der Büroflächenumsatz sinkt gegenüber 2023 um 4 % in den 127 größten Büromärkten Deutschlands. Die veränderte Markt- und Kostensituation führt zu einem rückläufigen Projektentwicklungsvolumen. Die Leerstände steigen weiterhin: 11 Mio. Quadratmeter bei einer Quote von 5,6 %. Im Gegensatz dazu steht die Mietpreisentwicklung bei Büroflächen. Die (Spitzen)Mieten sind 2024 weiter gestiegen. Dies trifft allerdings nur für Spitzenlagen, Neubauten und Objekte mit überdurchschnittlicher Qualität zu. Quelle: RIWIS/bulwiengesa Wie sieht es in den anderen Segmenten aus? Bei Logistikimmobilien äußert sich die anhaltende Zurückhaltung in einer rückläufigen Flächennachfrage in 2024, wobei im Einzugsgebiet von Großstädten von einer Vollvermietung gesprochen werden kann. Die Renditen sind in 2024 nicht so stark angestiegen wie noch 2023. Die Mieten für Logistikimmobilien stiegen kontinuierlich. Der Markt für Hotelimmobilien erfährt eine Stabilisierung.  Großevents wie die Fußball-EM stehen dabei hohen Betriebskosten, Energiepreisen und Gehältern gegenüber. Positiv kann der Anstieg des Transaktionsvolumens auf 1,5 Mrd. Euro gesehen werden – eine Erhöhung um 7 % gegenüber 2023. Im Bereich betrieblicher Immobilien – Corporate Real Estate – hat sich der negative Trend des Investmentmarkts leicht abgeschwächt (1.HJ 2024). Der Anstieg bei Renditen setzt seine deutlich positiven Sprünge aus dem letzten Jahr nicht fort und flacht ab. Die Mieten stagnieren auf Vorjahresniveau. Mitarbeiterwohnungen könnten als vielversprechender Ansatz dienen in diesem Segment. Aufwärtstrend im Schneckentempo: Investmentmarkt Flächennachfrage Impulse kommen von Hinweis: Das gesamte Frühjahrsgutachten mit unseren vollständigen Ausführungen können Sie auf der Website des ZIA herunterladen: https://zia-deutschland.de/fruehjahrsgutachten/ Ansprechpartner: Sven Carstensen, Vorstand bulwiengesa, carstensen@bulwiengesa.de

Sanierungsvolumen bei Büros auf Rekordniveau

Zum zweiten Mal haben wir die Sanierungsaktivitäten im Bürosegment in den deutschen A-Städten analysiert. Die neueste Ausgabe des apoprojekt-Bestandskompasses zeigt: Die Bedeutung von Bestandsimmobilien nimmt weiter zu – und mit ihr das Sanierungsvolumen. Bis 2027 sollen 2,8 Millionen m² Bürofläche saniert werden – 300.000 m² mehr als in unserer letzten Analyse. Die Hälfte des erfassten Sanierungsvolumens wurde bereits umgesetzt, während 1,4 Millionen m² bis 2027 noch in der Pipeline sind. Rund 30 % der Projekte befinden sich aktuell in Bau, darunter Großprojekte wie The Verse in München oder die Deutsche Bundesbank-Zentrale in Frankfurt. Der Trend ist eindeutig: Mit dem wachsenden Fokus auf Nachhaltigkeit und der weiter stockenden Neubautätigkeit gewinnt die Bestandssanierung weiter an Bedeutung. Hier finden Sie die aktuelle Presseinformation: Downloads Presseinformation zum apoprojekt Bestandskompass 1_2025 Die vollständigen Informationen und Zusammenfassungen finden Sie auf der Seite von apoprojekt. Sollten Sie das Webinar verpasst haben, finden Sie hier die Aufzeichnung. Ansprechpartnerin: Nicole Tietze, Senior Consultant im Bereich Büroimmobilien bei bulwiengesa, tietze@bulwiengesa.de

Gesundheitsimmobilien im Fokus: Stabilität in bewegten Zeiten

Während der gewerbliche Immobilienmarkt weiter unter konjunkturellen Unsicherheiten leidet, rücken alternative Assetklassen verstärkt in den Fokus. Wir haben den aktuellen Marktbericht für die Berliner Sparkasse erstellt. Dieser beleuchtet insbesondere das Potenzial von Gesundheitsimmobilien, mit Fokus auf Labore sowie Ärztehäuser / Medizinische Versorgungszentren (MVZ). Gesundheitsmarkt im Wachstum Die demografische Entwicklung und die steigende Nachfrage nach medizinischer Versorgung machen diese Immobilienformen für Investoren attraktiv: Labore: Hohe Anforderungen, großes Potenzial Labore sind ein wachsendes Segment innerhalb der Life-Science-Immobilien – mit entsprechend komplexen Anforderungen. Abhängig von der Sicherheitsstufe steigen sowohl Baukosten (bis zum Zehnfachen eines Bürogebäudes) als auch Mietpreise deutlich an. Besonders gefragt sind Flächen in Clustern wie Berlin-Buch oder Adlershof, oft in direkter Nähe zu Forschungseinrichtungen. Ärztehäuser und MVZ: Neue Dynamik durch angestellte Ärzte MVZs gewinnen rasant an Bedeutung, nicht zuletzt, weil immer mehr Mediziner den Weg in die Anstellung suchen. Die Entwicklung solcher Immobilien erfordert neben klassischen Lagekriterien vor allem: Mieten für Logistik- und Unternehmensimmobilien Fazit: Stabilität trifft auf Spezialisierung Vorteile für Investoren: Herausforderungen: Unser Fazit: Wer bereit ist, sich auf die besonderen Anforderungen dieser Assetklasse einzulassen, findet hier eine interessante und robuste Investitionsalternative im Berliner Markt. Den vollständigen Bericht zum kostenfreien Download finden Sie auf der Webseite der Berliner Sparkasse. Ansprechpartnerin: Nicole Tietze, Senior Consultant im Bereich Gewerbeimmobilien bei bulwiengesa, tietze@bulwiengesa.de

Wohnraum unter Druck – Wie sich NRW neu aufstellen muss

Bezahlbarer Wohnraum bleibt eines der drängendsten Themen unserer Zeit – gerade in einem so vielfältigen Bundesland wie Nordrhein-Westfalen. Im Auftrag des BFW Landesverbandes NRW hat bulwiengesa die komplexen Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt analysiert. Die Ergebnisse zeigen: NRW steht vor erheblichen Herausforderungen – aber auch Chancen. Die wichtigsten Erkenntnisse der Studie im Überblick. Demografie, Nachfrage, Bautätigkeit – Wo steht NRW heute? Seit 2011 ist die Bevölkerung in NRW um 2,7 % gewachsen, doch die Entwicklung verläuft sehr unterschiedlich. Städte wie Aachen, Paderborn oder Kleve wachsen dynamisch, während im Ruhrgebiet in Städten wie Bochum, Witten oder Lüdenscheid ein Rückgang von bis zu 4 % zu verzeichnen ist. Besonders relevant für die Stadtentwicklung: Der Anteil der Ein-Personen-Haushalte steigt kontinuierlich. In Düsseldorf lebten 2022 bereits 56 % der Menschen allein, in Köln 54 %. Diese Entwicklung verändert die Nachfrage – kleinere, häufig möblierte Wohnungen sind besonders gefragt. Die Wohnflächennachfrage je Kopf stieg über Jahre hinweg – erstmals wurde dieser Trend jedoch 2022 gebrochen. Ursachen sind unter anderem gestiegene Mieten, Kaufpreise und das knappe Angebot. Tatsächlich liegt die Leerstandsquote landesweit nur bei 1,6 %, deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Besonders niedrig sind die Quoten im Umland von Köln und Düsseldorf, etwa in Troisdorf, Sankt Augustin oder Dormagen, wo sie unter 1,1 % liegen. Parallel dazu gehen die Fertigstellungen bei Ein- und Zweifamilienhäusern zurück – von rund 81 Wohneinheiten je Gemeinde im Jahr 2019 auf nur noch 61 im Jahr 2023. Gründe sind gestiegene Baukosten, hohe Finanzierungskosten und fehlende Flächen in den Ballungszentren. In Großstädten wird hingegen vor allem in Mehrfamilienhäusern gebaut – hier waren die Zahlen bis 2023 relativ stabil, etwa in Münster, Düsseldorf oder Frechen. Genehmigungen, Bedarfe, Bauordnung – Wo die Stellschrauben sitzen Trotz stabiler Fertigstellungszahlen sind die Genehmigungen für Mehrfamilienhäuser deutlich rückläufig. Zwischen 2020 und 2023 sank die Zahl der genehmigten Wohnungen pro Stadt von knapp 300 auf etwa 215. Entsprechend schrumpft der Genehmigungsüberhang – ein Indikator dafür, dass künftig weniger gebaut werden dürfte. Besonders in Städten wie Rheine, Ibbenbüren oder Dormagen stocken viele Projekte. Zugleich prognostiziert die Studie bis 2040 einen anhaltenden Wohnraumbedarf – allein Köln benötigt über 90.000 neue Wohneinheiten, Düsseldorf über 55.000, Bonn und Dortmund jeweils rund 35.000. Die Herausforderung: In urbanen Räumen sind geeignete Flächen knapp, während im ländlichen Raum Überangebote und Leerstände drohen. Abb. Wohnbedarfsprognose 2024-2024, Big 5-Städte in NRW Impulse erhofft sich die Branche von der novellierten Landesbauordnung NRW, die seit Januar 2024 in Kraft ist. Wichtige Neuerungen sind u. a. die digitale Einreichung von Bauanträgen, vereinfachte Regelungen für kleinere Neubauten, die erleichterte Nachverdichtung durch Dachausbau oder Aufstockung sowie eine Solarpflicht für Neubauten. Förderung, Nachhaltigkeit, Handlungsempfehlungen – Wege aus der Wohnungsnot Die öffentliche Wohnraumförderung spielt eine zentrale Rolle. Zwischen 2023 und 2027 stellt NRW 10,5 Mrd. Euro bereit. 2024 wurden damit 12.847 Wohneinheiten gefördert, darunter 6.726 neue Mietwohnungen. Doch: Die Baukosten sind massiv gestiegen – von rund 100.000 Euro pro geförderter Wohnung (2014) auf über 230.000 Euro (2024). Gleichzeitig betont die Studie: Es braucht weitreichende Strukturreformen. Dazu gehören der Verzicht auf komplexe Bebauungspläne bei kleineren Vorhaben (mehr Nutzung von § 34 BauGB), die Förderung seriellen und modularen Bauens sowie die stärkere Digitalisierung von Planungs- und Genehmigungsverfahren. Auch flexible Stellplatzregelungen – insbesondere für Mikroapartments – könnten Projekte vereinfachen. Wesentliche Impulse erhofft sich die Branche zudem von steuerlichen Anreizen: So etwa eine Sonder-AfA für Eigennutzer, eine Reduzierung der Grunderwerbsteuer oder die steuerliche Absetzbarkeit von Darlehenszinsen. Fazit: Der Wohnraumbedarf in Nordrhein-Westfalen ist hoch – doch mit gezielten Maßnahmen, mehr Tempo und besserer Zusammenarbeit zwischen Politik, Verwaltung und Wirtschaft kann der Wohnungsbau wieder an Fahrt gewinnen. Die vollständige Studie sowie weitere Ausführungen finden Sie auf der Seite des BFW Landesverbandes NRW. Ansprechpartner: André Adami, Bereichsleiter Wohnen bei bulwiengesa, adami@bulwiengesa.de und Jan Priebsch, Consultant, priebsch@bulwiengesa.de

Unternehmensimmobilien 2024: Stabilität trotz Zurückhaltung am Investmentmarkt

Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen zeigt sich der Markt für Unternehmensimmobilien in Deutschland widerstandsfähig. Der aktuelle Marktbericht der INITIATIVE UNTERNEHMENSIMMOBILIEN, der von bulwiengesa erstellt wurde, offenbart: Während sich Investoren noch zurückhalten, bleibt die Nachfrage nach Flächen stabil – mit regionalen und segmentbezogenen Unterschieden. Flächenumsatz: Süden an der Spitze Der Flächenumsatz betrug im Jahr 2024 rund 2,7 Millionen Quadratmeter. Besonders dynamisch zeigte sich die Region Süd, die mit einem Anteil von 28,5 % erneut Spitzenreiter im regionalen Vergleich war. Im Gegensatz dazu verzeichnete das zweite Halbjahr einen merklichen Rückgang gegenüber dem starken Jahresauftakt – ein Hinweis darauf, dass Nutzerentscheidungen zunehmend von der gesamtwirtschaftlichen Unsicherheit beeinflusst werden. Produktionsimmobilien bleiben gefragt – trotz Dämpfer Mit einem Umsatz von 428.500 qm im zweiten Halbjahr lagen Produktionsimmobilien zwar deutlich unter dem Vorhalbjahr (–58,8 %), doch blieben sie die nachgefragteste Objektkategorie. Ihre Beliebtheit ergibt sich vor allem durch die starke Nutzung durch Eigennutzer – ein stabilisierender Faktor im Marktgeschehen. Investmentmarkt am Boden – Renditen stabilisieren sich Das Investmentvolumen für Unternehmensimmobilien erreichte im Gesamtjahr 2024 lediglich 1,19 Milliarden Euro – ein neuer Tiefpunkt im Betrachtungszeitraum. Besonders auffällig: Im zweiten Halbjahr lag das Volumen bei nur 457,7 Millionen Euro. Als Gründe gelten Zinserhöhungen der EZB, zurückhaltende Finanzierungen und eine Diskrepanz zwischen Käufer- und Verkäufererwartungen. Positiv hervorzuheben ist jedoch die Stabilisierung der Renditen: Gerade diese Seitwärtsbewegung könnte künftig wieder für mehr Planungssicherheit bei Investoren sorgen. Internationale Käufer wittern Chancen Erstmals seit Jahren machten ausländische Investoren fast die Hälfte des Marktes aus: 48 % des Transaktionsvolumens entfielen auf Käufer aus Europa, Nordamerika und Asien – ein Indiz für das zunehmende Interesse an deutschen Unternehmensimmobilien bei internationalem Kapital. Ein Hoffnungsschimmer kommt aus der Projektentwicklung: Das Fertigstellungsvolumen lag mit 2,2 Mio. qm leicht unter den Vorjahren, konnte im zweiten Halbjahr jedoch um 41,6 % gegenüber dem ersten zulegen. Für das Jahr 2025 wird ein Rekordwert von über 2,4 Mio. qm prognostiziert. Fazit: Ein Markt im Wartemodus – mit resilienten Fundamenten Der Markt für Unternehmensimmobilien bleibt trotz des gebremsten Investmentgeschehens robust. Die solide Flächennachfrage, stabile Mieten und eine gut gefüllte Projektpipeline bilden die Grundlage für eine mögliche Erholung. Sollte sich das konjunkturelle Umfeld in der zweiten Jahreshälfte 2025 verbessern, könnte der Sektor zeitnah wieder an Dynamik gewinnen – nicht zuletzt aufgrund des starken Interesses internationaler Investoren und der klaren Nachfrage nach modernen Gewerbeflächen. Downloads Pressemeldung zum 22. Marktbericht der Initiative Unternehmensimmobilien Den vollständigen Marktbericht #22 der INITIATIVE UNTERNEHMENSIMMOBILIEN finden Sie hier zum Download Ansprechpartner: Felix Werner, Teamleiter, werner@bulwiengesa.de, Daniel Sopka, Consultant, sopka@bulwiengesa.de und Benedikt Gebert, Consultant im Bereich Logistik- und Unternehmensimmobilien, gebert@bulwiengesa.de

Von Büro zu Wohnen: 150.000 Wohnungen in Sichtweite – wenn die Rahmenbedingungen stimmen

Angesichts steigender Leerstände im Bürosektor und anhaltender Wohnungsknappheit rückt ein Thema wieder in den Fokus: die Umnutzung von Büroimmobilien zu Wohnraum. Eine neue Kurzstudie von bulwiengesa im Auftrag der Berlin Hyp AG zeigt das enorme Potenzial – und benennt die Hürden. Das Potenzial: Rund 150.000 neue Wohnungen könnten in den sieben deutschen A-Städten entstehen, wenn periphere, ältere Bürogebäude (vor 2000 gebaut, mindestens 5.000 qm) zu Wohnzwecken umgenutzt würden. Allein Berlin und München bringen es dabei jeweils auf etwa 30.000 neue Wohneinheiten. Doch: Die Umnutzung ist kein Selbstläufer. Technische, wirtschaftliche und rechtliche Herausforderungen machen viele Projekte komplex – von der Gebäudestruktur bis zur fehlenden ÖPNV-Anbindung. Dennoch zeigen Best-Practice-Beispiele wie in Frankfurt-Niederrad oder Hamburg-Wandsbek: Es kann gelingen – und die Stadtentwicklung nachhaltig voranbringen. Aufzeichnung des Webinars vom 7. April 2025 sowie die Pressemitteilung finden Sie auf der Website der Berlin Hyp AG. Eine Zusammenstellung der KeyFacts haben wie hier für Sie. Ansprechpartnerin: Nicole Tietze, Senior Consultant im Bereich Gewerbeimmobilien bei bulwiengesa, tietze@bulwiengesa.de

Kooperation von bulwiengesa und on-geo

Die bulwiengesa AG und die on-geo GmbH gehen eine strategische Partnerschaft ein, um Immobilienbewertern einen noch einfacheren Zugang zu fundierten Marktdaten zu bieten. Über die Bewertungssoftware LORA sowie den Marktdatenshop geoport von on-geo können Nutzer nun direkt auf die RIWIS Standortreports von bulwiengesa zugreifen. Die Standortreports beinhalten unter anderem markttypische Mieten und Nettoanfangsrenditen auf Basis einer zehnjährigen Zeitreihe und unterstützen so die Einschätzung lokaler Immobilienmärkte. Zudem erfüllen die bereitgestellten Daten die Anforderungen der Beleihungswertermittlungsverordnung (BelWertV). Die Integration ermöglicht eine effizientere Recherche und eine medienbruchfreie Nutzung aktueller Marktdaten innerhalb bestehender Bewertungsprozesse. Weitere Informationen zur Kooperation sind in der Pressemitteilung abrufbar. Downloads Pressemeldung Kooperation bulwiengesa und on-geo Ansprechpartnerin: Birgit Haase, Managerin Unternehmenskommunikation und Marketing bei bulwiengesa, haase@bulwiengesa.de

Frühjahrsprognosen 2025 – Leichte wirtschaftliche Erholung – Immobilienmärkte reagieren differenziert

Zwei Mal jährlich erstellen wir umfassende Prognosen zur Entwicklung der Immobilienmärkte in Deutschland – basierend auf volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Analysen aus der hauseigenen Immobiliendatenbank RIWIS. Die aktuellen Frühjahrsprognosen wurden am 17. Juni 2025 in einem öffentlichen Webinar vorgestellt. Konjunktur: Aufhellung mit Unsicherheiten Die deutsche Wirtschaft zeigt erste Erholungstendenzen. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im ersten Quartal 2025 um +0,4 % – stärker als erwartet. Haupttreiber waren vorgezogene Exporte in die USA, insbesondere aus der Pharma- und Automobilindustrie. Trotzdem bleibt der Arbeitsmarkt angespannt. Die Arbeitslosenzahl dürfte in den Sommermonaten bei rund 3 Millionen liegen. Eine Belebung des Arbeitsmarkts wird erst 2026 mit einem prognostizierten BIP-Wachstum von +0,8 % erwartet. Die Inflation hat sich wie prognostiziert auf das 2%-Ziel abgeschwächt. Zinssenkungen sind laut bulwiengesa weder für den weiteren Jahresverlauf 2025 noch für 2026 zu erwarten. Ein Lichtblick ist das Deutsche Hypo Immobilienklima, das im Mai auf 97,0 Punkte stieg. Vor allem das Ertragsklima verbesserte sich deutlich. Wohn- und Logistikimmobilien bleiben in einem unsicheren Umfeld gefragt. Prognosen für die Immobilienmärkte Wohnen: Kaufmarkt mit Stabilisierungstendenzen, Mietmarkt anhaltend unter Druck Die Kaufpreise für Wohnimmobilien stabilisieren sich allmählich, während das Mietwachstum mit mindestens 3 % kräftig bleibt. Zudem hält das Bevölkerungswachstum in den gefragten Städten an und sorgt für zusätzlichen Druck am Mietmarkt. Die Bautätigkeit bleibt trotz großer Nachfrage auf niedrigem Niveau, vielerorts bleibt der Bedarf ungedeckt. bulwiengesa erwartet, dass die Fertigstellungszahlen im Neubau in diesem und im kommenden Jahr unter der Marke von 200.000 Wohnungen bleiben werden. Einzelhandel: Konsumstimmung gibt die Richtung vor Der Einzelhandelsumsatz in Deutschland zeigte zu Jahresbeginn 2025 eine volatile Entwicklung mit abwechselnd steigenden und leicht rückläufigen Monatswerten. Der HDE rechnet dennoch mit einem nominalen Jahresplus von 2 %, beim Online-Handel sogar mit +4 %. Trotz gestiegener Einkommen bleibt die Anschaffungsneigung laut HDE-Konsumbarometer niedrig als Ausdruck der anhaltenden wirtschaftlichen Verunsicherung. Bei Handelsimmobilien stabilisieren sich nach fünf Jahren der Preis- und Mietkorrekturen die Spitzenmieten in A- und B-Städten – bis 2029 wird ein moderater Anstieg um 4 % erwartet. Die Nettoanfangsrenditen zeigen sich stabil, da Spitzenlagen in innerstädtischen Highstreets weiterhin gefragt sind. Büroimmobilien: Leerstand steigt weiter, aber Qualität bleibt gefragt  Der Büromarkt leidet unter der schwachen Konjunktur und stagnierender Beschäftigung. Dadurch steigen kurzfristig die Leerstände weiter. 2025 liegt er im Mittel bei über 8 %, mittelfristig aber mit sehr unterschiedlichen Entwicklungen in den einzelnen Städten. Gleichzeitig bleiben zentrale, energieeffiziente Flächen gefragt, was weiteres Potenzial für steigende Spitzenmieten bietet. Diese steigen im Mittel in den A-Städten flächendeckend auf über 46 Euro/qm bis 2029. Teilweise liegen die Werte jetzt schon darüber.  Logistikimmobilien: Risikoaversion dämpft Neubau, Mietwachstum hält an  Im Jahr 2024 liegt der Anteil spekulativ errichteter Logistikimmobilien bei nur noch 13 % des Gesamtentwicklungsvolumens – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2019 bis 2023 mit rund 32 %. Hauptgrund ist die gestiegene Risikoaversion vieler Banken, die spekulative Finanzierungen zunehmend zurückhaltend bewerten. Trotz dieser Entwicklung zeigen sich die Fertigstellungszahlen bislang vergleichsweise stabil. Der weiterhin bestehende Flächenbedarf (insbesondere nach Flächen mit Neubaustandard) wird dadurch unterstrichen. Dies wirkt sich auch auf die erwartete Mietentwicklung aus. Wenngleich auf einem moderateren Niveau als in den vergangenen Jahren, sind weitere Anstiege bei den Lagerflächenmieten in den kommenden Jahren zu erwarten. Mit dynamischen Steigerungen um etwa 3% p.a. kann in den Regionen um die A-Städte gerechnet werden.  Alle begleitenden Unterlagen finden Sie hier: Downloads Pressemitteilung bulwiengesa Frühjahrsprognosen 2025 Präsentation bulwiengesa Frühjahrsprognosen aus dem Webinar Die Aufzeichnung des Webinars, zu dem sich über 1.000 interessierte Personen angemeldet haben, finden Sie HIER. Ansprechpartnerin: Birgit Haase, Managerin Unternehmenskommunikation und Marketing bei bulwiengesa, birgit.haase@bulwiengesa.de

Grundlagenstudie „Werte schaffen durch Bildungsimmobilien“ analysiert zukunftsfähige Assetklasse

Neue bulwiengesa-Studie zeigt Potenziale, Herausforderungen und Marktchancen eines bislang vernachlässigten Segments Mit der Grundlagenstudie „Werte schaffen durch Bildungsimmobilien. Investieren mit gesellschaftlicher Wirkung“ veröffentlicht die bulwiengesa AG erstmals eine fundierte Analyse zum Markt für Bildungsimmobilien. Die Untersuchung zeigt: Bildungsimmobilien – von Kindertagesstätten über Schulen bis hin zu Hochschulen – haben das Potenzial, sich als zukunftsfähige Assetklasse zu etablieren. Sie verbinden stabile, langfristige Mieterträge mit einer gesellschaftlichen Wirkung und erfüllen höchste ESG-Standards – ein seltenes Zusammenspiel, das insbesondere für Impact-Investoren von großem Interesse ist. „Bildungsimmobilien verbinden stabile Mieterträge mit gesellschaftlicher Wirkung – eine seltene Kombination, die den Anforderungen moderner Impact-Investoren besonders gut entspricht“,so Sven Carstensen, Vorstand der bulwiengesa AG und Mitautor der Studie. Die Studie veröffentlicht erstmals belastbare Vergleichswerte zu Mietpreisen und Renditeniveaus in diesem Segment. Enormer Investitionsbedarf im Bildungsbau Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: In Deutschland fehlen laut KfW-Kommunalpanel 2024 rund 68 Milliarden Euro für den Ausbau und die Sanierung von Kitas und Schulen – bei einem tatsächlichen jährlichen Investitionsvolumen von lediglich 17 Milliarden. Hinzu kommt ein erheblicher Kapazitätsmangel: Diese Entwicklung macht deutlich: Öffentliche Mittel allein reichen nicht mehr aus, um den Bedarf zu decken. Private Investitionen – etwa über Public-Private-Partnerships, Mietmodelle oder Sale-and-Lease-Back – können einen wichtigen Beitrag leisten. ESG und Impact Investing im Bildungssektor Bildungsimmobilien erfüllen in hohem Maße ESG-Kriterien: Damit eignen sich Bildungsimmobilien besonders für Investoren, die ESG-Risiken aktiv integrieren und zusätzlich gesellschaftliche Wirkung erzielen möchten. Gleichzeitig sind fundierte Marktkenntnisse unerlässlich: Genehmigungsprozesse sind komplex, die Drittverwendung der Immobilien oft eingeschränkt, und politische Rahmenbedingungen können Einfluss nehmen. Brancheninitiative und starke Partnerschaften Die Studie wurde mit Unterstützung von acht renommierten Partnern realisiert, darunter ARE Austrian Real Estate, audere Unternehmensgruppe, Deutsche Kreditbank AG (DKB), Hemsö GmbH, HIH Real Estate, LHI Group, NEXT Generation Invest und Terra KVG. Sie bringen fundierte Marktkenntnisse und Praxisbeispiele in die Untersuchung ein. Darüber hinaus plant bulwiengesa gemeinsam mit Investoren, Betreibern und öffentlichen Institutionen die Gründung einer Initiative Bildungsimmobilien. Ziel ist es, den Markt langfristig zu strukturieren, Wissenstransfer zu fördern und relevante Entwicklungen fachlich zu begleiten. Webinar-Reihe zur Studie Begleitend zur Studie fanden drei Webinare statt. Hier wurden zentrale Ergebnisse und Fragestellungen aus der Untersuchung vertieft. Die Webinare richten sich an Interessierte aus Verwaltung, Politik, Bildungssektor und Immobilienwirtschaft: Alle Unterlagen zur Studie finden Sie im folgenden Downloadbereich:  Download   Pressemeldung zur bulwiengesa Grundlagenstudie Bildungsimmobilien bulwiengesa_management-summary_bildungsimmobilien_0.pdf Ansprechpartner: Jakob Nussbaum, Senior Consultant im Bereich Gewerbeimmobilien bei bulwiengesa, jakob.nussbaum@bulwiengesa.de

Stabile Auslastung, steigende Preise: Micro-Living-Segment wächst kontinuierlich

Die Nachfrage nach urbanem, flexiblem Wohnraum ist weiterhin hoch. Zum Stichtag 15. April 2025 lag die durchschnittliche All-In-Miete bei 599 Euro pro Monat, was einem Anstieg um 2,6 % gegenüber dem Herbst 2024 entspricht. In Neubauten beträgt die Miete durchschnittlich sogar 660 Euro pro Monat. Diese und weitere Erkenntnisse zeigt der aktuelle Marktreport der Initiative Micro-Living. Felix Embacher, Prokurist bei bulwiengesa und Business Owner RIWIS, ordnet die Entwicklung wie folgt ein:„Die konstante Auslastung von 95,6 % zeigt, wie stabil dieses Segment im angespannten Wohnungsmarkt agiert. Zugleich schlagen gestiegene Betriebskosten und Energiepreise weiterhin auf die All-In-Mieten durch. Für die kommenden drei Jahre erwarten unsere Mitglieder eine moderate Mietsteigerung von 2 bis 4 Prozent jährlich – ein Zeichen für den Reifegrad und die Attraktivität des Segments.“ Die Studie wertet 28.300 Wohneinheiten in 128 Apartmenthäusern aus – schwerpunktmäßig in den deutschen A-Städten, die rund 70 % des Gesamtportfolios ausmachen. Neben Miet- und Auslastungsdaten beleuchtet der Report auch Themen wie Leerstandsmanagement, das für eine nachhaltige Rentabilität zunehmend in den Fokus rückt. Rund die Hälfte der Leerstände ist auf Mängel an Ausstattung oder Mobiliar zurückzuführen. Im Vergleich mit dem letzten Bericht der Initiative Micro-Living ist die Vermietung von Apartments insgesamt herausfordernder geworden. Die Vermietung teurer Apartments wird dabei von 75% der Befragten als mindestens herausfordernd bezeichnet. Quelle: bulwiengesa, Grafik zu aktuellen Herausforderungen bei der Vermietung IML_Statistik_Grafik: Wie herausfordernd ist für Sie aktuell… In Abhängigkeit von Objekt- und Lagequalität, der Apartmentgrößen etc. reicht die Spanne der All-In-Mieten von 300 bis 1.465 Euro/Monat. Im Durchschnitt werden in Apartmenthäusern mit einer sehr guten Ausstattungsqualität All-In-Mieten von rd. 765 Euro/Monat aufgerufen. Die Markterwartung bleibt trotz allgemeiner Zurückhaltung am Transaktionsmarkt insgesamt positiv: Über 60 % der Befragten sind offen für zukünftige Investitionen in Micro-Living-Projekte – auch in der Entwicklung neuer Apartmenthäuser. Über die Initiative Micro-Living (IML) Die im Frühjahr 2020 gegründete Initiative Micro-Living (IML) ist eine Plattform für Eigentümer, Betreiber und Verwalter von Apartmenthäusern. Die Initiative Micro-Living vereint die größten und innovativsten Player des wohnwirtschaftlichen Apartmentwohnens in Deutschland. Gemein­sam möchten die Mitgliedsunternehmen die Transparenz in diesem noch recht jungem Marktsegment verbessern. Der IML gehören derzeit mit aam2core, berlinovo, City Pop, Commerz Real, Cube Life, DEMIWO, FU.Life, Greystar, HanseMerkur Grundvermögen, i Live, Krams Immobilien, REOS, talyo. und Union Investment 14 Unternehmen an, die auf dem deutschen Markt für Apartmentwohnen aktiv sind. Bei­tre­ten kön­nen alle pro­fes­si­o­nel­len Eigen­tü­mer, Betrei­ber und Ver­wal­ter von wohn­wirt­schaft­lich betrie­be­nen Apart­ment­häu­sern. Hinweis: Die elfte Ausgabe des Marktreports kann unter https://www.bulwiengesa.de/micro-living/ kostenfrei heruntergeladen werden. Ansprechpartner: Felix Embacher, Prokurist bei bulwiengesa und Business Owner RIWIS, felix.embacher@bulwiengesa.de Lena Schwesinger, Consultant bei bulwiengesa, lena.schwesinger@bulwiengesa.de