Der deutsche Logistikimmobilienmarkt befindet sich 2026 in einer Übergangsphase. Während die Bautätigkeit zurückgeht, zeigen sich auf der Nutzerseite regional erste Belebungstendenzen. Von einer breiten Erholung kann angesichts der unterschiedlichen Entwicklungen in den Teilmärkten jedoch noch nicht gesprochen werden.
Weniger Fertigstellungen, selektivere Projektstarts
2025 wurden rund 4,5 Mio. qm Logistikfläche fertiggestellt. Im ersten Halbjahr 2026 kamen rund 1,84 Mio. qm hinzu. Für das Gesamtjahr zeichnet sich ein erneuter Rückgang ab. Projekte werden zeitlich gestreckt, neue Vorhaben selektiver gestartet. Finanzierung, Vorvermietung und konkrete Nutzernachfrage gewinnen damit weiter an Bedeutung.
Flächennachfrage zieht regional an
Die höchsten Flächenumsätze im ersten Halbjahr 2026 verzeichneten Düsseldorf mit rund 268.000 qm, Hamburg mit rund 233.000 qm und Köln mit rund 182.000 qm. Düsseldorf übertraf damit bereits nach sechs Monaten das Volumen des gesamten Vorjahres. Die Entwicklung bleibt regional unterschiedlich; ein flächendeckender Aufschwung ist noch nicht erkennbar.
Die Spitzenmieten haben sich auf hohem Niveau weitgehend stabilisiert. In den A-Standorten einschließlich Rhein-Ruhr lag die gemittelte Spitzenmiete bei rund 8,90 Euro/qm. Die gemittelte Spitzenrendite stieg von 4,6 Prozent im Jahr 2025 auf 4,7 Prozent im ersten Halbjahr 2026. Am Investmentmarkt bleiben hochwertige Standorte und Objekte mit belastbarer Vermietungsperspektive besonders gefragt.
Neue Nachfrageimpulse
Neben den etablierten Nutzergruppen gewinnen Defence-nahe Flächenbedarfe und asiatische Unternehmen an Bedeutung. Der Bedarf aus dem Defence-Sektor umfasst neben Logistikflächen auch Produktions- und technisch spezialisierte Immobilien. Zu den derzeit aktiven asiatischen Unternehmen zählen unter anderem Goodcang Logistics, JD Logistics und SK Express.
Die Kurzstudie „Logistik und Immobilien 2026“ fasst die aktuellen Marktdaten zusammen und ordnet die Trends am deutschen Logistikimmobilienmarkt ein.













