Micro-Living bleibt auf Wachstumskurs: Neue Erkenntnisse aus dem 13. Marktbericht
Die Nachfrage nach Micro-Living-Angeboten bleibt hoch. Der aktuelle Marktreport der Initiative Micro-Living zeigt, dass sich das Segment auch im Frühjahr 2026 durch eine stabile Auslastung, steigende Mieten und eine anhaltend positive Markteinschätzung der teilnehmenden Eigentümer, Betreiber und Verwalter auszeichnet.
Die Auswertung basiert auf den Daten von 121 Apartmenthäusern mit rund 27.400 Einheiten und einer Gesamtfläche von etwa 687.350 Quadratmetern. Mehr als 70 Prozent der erfassten Apartmenthäuser befinden sich in deutschen A-Städten. Die Ergebnisse bilden damit die Entwicklung des von den Mitgliedern und Datenpartnern der Initiative erfassten Marktpanels ab.
Hohe Auslastung und steigende Mieten
Die Nachfrage nach flexiblem und möbliertem Wohnraum bleibt auf hohem Niveau. Die durchschnittliche Auslastung der ausgewerteten Apartmenthäuser liegt aktuell bei 96 Prozent. Besonders Universitätsstandorte erreichen teilweise Auslastungsquoten von bis zu 98 Prozent.
Parallel dazu steigen die Mieten weiter. Die durchschnittliche All-In-Miete aller ausgewerteten Apartmenthäuser beträgt aktuell 616 Euro pro Monat und liegt damit 2,8 Prozent über dem Vorjahreswert. Bei privatwirtschaftlich betriebenen Apartmenthäusern liegt die durchschnittliche All-In-Miete bei 761 Euro pro Monat.
Die Marktteilnehmer führen diese Entwicklung insbesondere auf die hohe Wohnraumnachfrage sowie steigende Bewirtschaftungs- und Instandhaltungskosten zurück. Rund 80 Prozent der Befragten planen, zusätzliche Nebenkosten bei Neuvermietungen vollständig an die Mieterschaft weiterzugeben.
Größere Apartments und breitere Zielgruppen
Der Report zeigt zudem strukturelle Veränderungen innerhalb des Segments. Die durchschnittliche Apartmentgröße liegt inzwischen bei 27 Quadratmetern. Gleichzeitig richtet sich ein wachsender Teil des Angebots nicht mehr ausschließlich an Studierende, sondern zunehmend auch an Young Professionals, Berufspendler und Single-Haushalte.
Zum Erhebungsstichtag entfielen 34 Prozent der vermieteten Apartments auf Studierende. Die übrigen 66 Prozent werden von weiteren Nutzergruppen belegt. Damit entwickelt sich Micro-Living zunehmend zu einer Wohnform für unterschiedliche Lebensphasen und Zielgruppen.
Erstmalige Analyse der Fluktuation
Erstmals untersucht der Marktreport die Fluktuation innerhalb des Segments. Die durchschnittliche Fluktuationsquote liegt bei 31 Prozent.
Besonders geringe Fluktuationen zeigen sich in den angespannten Wohnungsmärkten der deutschen A-Städte, wo die Quote durchschnittlich 28 Prozent beträgt. In kleineren Städten fällt die Fluktuation deutlich höher aus. Die Ergebnisse unterstreichen die hohe Nachfrage nach flexiblen Wohnangeboten insbesondere in den großen Metropolregionen.
Optimistische Erwartungen für die kommenden Jahre
Auch der Blick in die Zukunft fällt positiv aus. Die im Rahmen der Initiative befragten Marktteilnehmer erwarten für den Zeitraum von 2026 bis 2028 überwiegend jährliche Mietsteigerungen zwischen zwei und sechs Prozent. Sowohl das studentische als auch das nicht-studentische Segment wird mehrheitlich positiv bewertet.
Gleichzeitig bleibt die Vermietung differenziert: Während die Vermarktung an deutsche und europäische Studierende überwiegend unkompliziert verläuft, wird die Ansprache internationaler Zielgruppen außerhalb Europas als deutlich aufwendiger eingeschätzt. Auch die Vermietung hochpreisiger Apartments bleibt eine Herausforderung.
Fokusthema: Managementvertrag und Künstliche Intelligenz
Neben den Marktkennzahlen widmet sich die aktuelle Ausgabe des Marktreports dem Zusammenspiel von Managementverträgen und Künstlicher Intelligenz im Micro-Living-Segment.
Der Beitrag zeigt auf, wie datengetriebene Betriebsmodelle, automatisierte Prozesse und KI-gestützte Steuerungssysteme künftig zur Optimierung von Auslastung, Preisgestaltung und Betriebskosten beitragen können. Damit rücken operative Exzellenz und digitale Prozesse zunehmend in den Fokus von Investoren und Betreibern.
Weitere Informationen
Den vollständigen 13. Marktreport Frühjahr 2026 der Initiative Micro-Living können Sie hier herunterladen:
→ https://initiative.bulwiengesa.de/micro-living/
Die Initiative Micro-Living vereint führende Eigentümer, Betreiber und Verwalter von Apartmenthäusern in Deutschland. Ziel ist es, die Transparenz und Vergleichbarkeit innerhalb der Assetklasse durch die Auswertung realer Bewirtschaftungsdaten nachhaltig zu verbessern.
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