Der Berliner Immobilienmarkt zeigt im ersten Halbjahr 2026 erste Anzeichen einer Belebung. Der Büroflächenumsatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 55 % auf 378.000 qm. Gleichzeitig erhöhte sich der Leerstand auf 9,1 %, während die Spitzenmiete auf 47,00 Euro/qm zulegte. Auch der Industrialmarkt entwickelte sich trotz schwieriger konjunktureller Rahmenbedingungen positiv: In der Logistikregion Berlin wurden 176.000 qm umgesetzt – 14 % mehr als im ersten Halbjahr 2025.
Der Marktbericht 02/2026 der Berliner Sparkasse und bulwiengesa richtet den Fokus auf Light Industrial- und Logistik-Immobilien und untersucht insbesondere deren Nachhaltigkeitsanforderungen. Dabei zeigt sich: Die energetische Qualität wird zunehmend zu einem relevanten Markt- und Bewertungsfaktor. Photovoltaikanlagen entwickeln sich bei Neubauten bereits zum Standard – seit 2022 verfügen rund 70 bis 80 % der fertiggestellten Flächen über eine PV-Anlage.
Auch für den Bestand steigt der Handlungsdruck. Mit dem geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz rücken energetische Qualität und der Abstand zu einem Referenzgebäude stärker in den Fokus. Ineffiziente Gebäude, fossile Heizsysteme und eine unzureichende Datenbasis können künftig nicht nur Modernisierungsbedarf bedeuten, sondern auch die Finanzierbarkeit, Vermarktung und langfristige Marktgängigkeit beeinflussen.
Entscheidend ist damit zunehmend das Zusammenspiel von Standort, Gebäudestruktur, energetischer Qualität und Nutzung.
Den vollständigen Marktbericht „Industrial-Immobilien im Wandel. Markttrends und Nachhaltigkeitsaspekte“ finden Sie bei der Webseite der Berliner Sparkasse.
Ansprechpartnerin: Nicole Tietze, Senior Consultant im Bereich Gewerbeimmobilien, nicole.tietze@bulwiengesa.de















